Neuer TaiChi-Übungsleiter - Ralf Weltgen

Liebe TaiChi-Begeisterte,

ich freue mich euch die Welt der "Yang Lanform" näher bringen zu dürfen.

Ich bin Jahrgang 1969 und habe schon  früh meine Leidenschaft zu den Kampfkünsten entdeckt.

Im Alter von ca. 9 Jahren kam ich mit Judo in Kontakt. Aber die Infizierung hatte noch etwas früher stattgefunden, durch einen Amateur-Boxer als Vater. Die Rebellen vom Liang Shan Po, die Serie Kung Fu und natürlich Bruce Lee als absolutes Ultimativum!
Sehr schnell war in mir ein Feuer ausgebrochen, das ich nicht in Worte fassen konnte. Keinen Lichtschalter und keine Türklinke konnte ich noch "normal" betätigen nur mit dem Fuß vielleicht noch Knie, Ellenbogen, Faust oder Fingerstich.

Folge daraus :Zertrümmerte Lichtschalter, verbogene Türklinken, Lampen, Spiegel, Türklingel unerklärlich defekt! Selbst mein damaliger Hund, musste die 18 Kammern der Shaolin durchlaufen! Kopfschüttelnd und verzweifelnd schauende Mutter (Vater hatte Spaß). Sportbegeistert nahm ich alles auf was kam, Leichtathletik, Ballsportarten etc. Trotz kompakter Bauweise besaß ich eine hohe schnelle Kraft, Wendigkeit und ein gutes "Auge". Mitte der 80 Jahre entschied ich mich mangels Alternative für einen Karateverein, Shotokan später Wado Ryu Karate (mir leider alles zu starr). Zum Glück hatte ich einen ähnlich denkenden Trainer der mir eine Kombination aus Karate Kicks und Boxen näher brachte die damals für mich optimal war.

Endlich konnte ich meine "unerschöpfliche Energie" in Bahnen lenken und den Kopf leer machen! (Aus heutiger Sicht unerklärlich). Nach meiner Arbeit (Ausbildung zum Dachdecker) 3 mal die Woche zum Training, dann mit der 80er 12km zum Fitnessstudio um meine Schnellkraft weiter zu erhöhen, ab nach Hause der Hund muss raus. Nach einigen Sprints einen steilen Pfad hinauf, ab in die alte Scheune den Sandsack verprügeln, Kicks üben Technik verbessern, Abhärtung von Händen, Armen und Beinen, sieben Tage die Woche . Oh, verdammt, Essen vergessen!
Leider lief irgendwann alles nicht mehr sportlich so gut. Verletzungen (falsche und zu harte Trainings Methoden), Arbeit und viele Unfälle warfen mich total aus der Bahn (Kampfsport Verbot) - Depressionen durch Bewegungsmangel.

Ich entdeckte eine musische Seite (private 7 Jährige stimmliche Ausbildung zum Sänger) aber sportlich fand ich nichts richtiges mehr. Nach einigen Versuchen Kickboxen und einigen Boxclub's stellte ich die Suche ein. Bis ich nach unendlicher Zeit  Shibashi Qi Gong entdeckte und praktizierte, was meine Rückenschmerzen nach über 22 Jahren linderte!

Derzeit  befinde ich mich in der Tai Chi Chuan & Qi Gong Lehrer Ausbildung.  Sie ist für mich ein „alles kann, nichts muss“, aber vor allem ist sie sehr interessant und umfangreich. Ich will lernen und mich weiterentwickeln. Es passt dazu, dass alles nicht nur körperlich war und ist, sondern vor allem eine geistige und seelische Auseinandersetzung mit mir selbst.